Literatur
Doctor WHO Bugfix
vom 23. April 2025

Doctor WHO Bugfix

Einst, lange Zeit vorbei oder aber viele Jahre in der Zukunft, gab es zwei Völker die das Universum beherrschten. Zum einen die Daleks vom Planten Skaro. Zum anderen die Timelords aus Gallifrey. Beide Völker begründeten ihre Vormachtstellung im Universum wegen zwei großen Erkenntnissen, die sie hervorbrachten. Die Daleks erkannten wie man in Paralelluniversen reisen kann. Die Timelords entdeckten das Reisen durch die Zeit sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit. Beide konnten auf ihren Reisen neue Technologien, Erkenntnisse und Wissen aneignen die sie zu den mächtigsten Völkern im Universum machte. Doch kein Nutzen ohne Preis. Denn das große Problem bei Reisen durch die Zeit und in Paralelluniversen war, dass ein Bewusstsein plötzlich doppelt vorhanden ist … bzw. vorhanden sein kann. Das doppelte Bewusstsein kämpft dann um Herrschaft und Knechtschaft, um ihr Selbstbewusstsein. Dieser Kampf gegen sich selbst war auf psychologischer Ebene höchste Qual, Pein und Schmerz.

Die Daleks, die in ihrer Urform dem Menschen nicht unähnlich waren, trennten sich von ihren Emotionen, ihrer Singularität des Ich-Seins und ihrem Körperbewusstsein. Sie degenerierten zu einem Tintenfisch-ähnlichen Wesen … nur so konnten sie ihrem Paralell-Ich begegnen. Als groteske Reflektion, als Invert eines Spiegelbildnis. Genug um aus der Parallele zu lernen und mit Wissen, Technologien und Waffen zurück nach Skaro, in ihr Skaro zu kehren. Die Paralelluniversen wurden im Laufe der Zeit eine einzige Skaro-Realität. So wie sich zwei Parallelen in der Unendlichkeit treffen. Und weil es keine Skaro-Paralleluniversen mehr gab … sie lernen von sich selbst und verschmolzen mit sich selbst mit der Konsequenz, dass sie Absolut wurden. Die allmächtige Degeneration ohne Gott, ohne jemanden über sich, ohne einer Verpflichtung niemanden gegenüber. Denn wer sich selbst besiegt, sich selbst eliminiert gewinnt und verliert zugleich. Deshalb spricht ein Dalek bei Tötungsabsicht das Wort „eliminieren“ zwei mal aus. Skaro wird zur Norm-Realität. Eine Realität, die wie ein Flughafen zu Paralelluniversen führt … das machte sie mächtig. Denn wer den Suezkanal dominiert, der dominiert den Seeverkehr zwischen Mittelmeer und dem Roten Meer. Im Unterschied: von Skaro aus konnte man überall hin.

Die Timelords, mit ihrer Fähigkeit durch die Zeit zu reisen, hätten kein Ich-Problem, wenn sie nur die Zukunft oder eine pränatale Ich-Zeit besuchen. Bei einer Reise in die Zukunft, steigt das Ich-Bewusstsein in die Zeitmaschine ein und steigt als einziges Ich-Bewusstsein wieder aus. Es ist ein Irrglaube, dass man sich selbst in der Zukunft besuchen kann, denn wer 1978 verschwindet und 2006 wieder auftaucht, der hat sich nicht verdoppelt sondern nur eine Zeitspanne von 28 Jahren überwunden. Und die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt. Fix davon auszugehen, das die Lottozahlen von nächsten Sonntag (die ich aus einer Zeitreise weiß), auch wirklich gezogen werden, ist töricht. Aber wenn man einen guten Freund hat, der eine Uhrmacher-Lehre macht und man diesen in der Zukunft besucht, kann man schon erfahren, was er dazugelernt hat. Wissen in die Vergangenheit bringen, beschleunigt den Evolutionsprozess massiv. Anders ist bei der Reise in die Vergangenheit. Die Vergangenheit ist „in Stein gemeißelt“. Jeder kann in die Vergangenheit reisen, denn ein Fotoalbum oder das Hochzeitsvideo schauen, ist schon eine „Reise in die Vergangenheit“. Die Timelords, fanden eine Möglichkeit eine temporäre Parallelrealität (die deckungsgleich ist) zu öffnen um dort in der Vergangenheit zu interagieren, so als lebten sie dort. Wie in einer Simulation, hat alles was man dort tut, keinen Einfluss auf die echte Gegenwart. Man kann problemlos in die Vergangenheit reisen und bei einer Zechtour mit Columbus ihm auszureden, Amerika zu entdecken. Kehrt man zurück in die Gegenwart, wird es Amerika trotzdem geben. Die Schwierigkeit dabei ist die Definition von Gegenwart selbst – dazu später. Weil die Unendlichkeit aus dem Nichts entspringt, kann eine temporäre Parallelrealität sehr wohl Einfluss nehmen auf die nächste Form der Zeit nach der Zeit, der Zeit nach der chronologischen Unendlichkeit und damit es nicht zu einer Ewigkeit ohne Zeit kommt, dürfen bestimmte Fixpunkte nicht verändert werden. Nicht in einer Simulation, nicht in einer temporären Parallelrealität, nicht in einer Reise durch die Zeit. Die Timelords wissen dies und erkennen darin ihre Verantwortung … die Zeit zu Erhalten. Denn eine Ewigkeit ohne Zeit hat keine Realität. Bisher ist noch nichts besonderes an den Timelords. Sie sind vergleichbar mit Zeittouristen ohne irgend einer Ernsthaftigkeit. Mal hier mal dort, schauen, lernen, Ideen sammeln. Technologischen Fortschritt gibt es überall im Universum, also das allein macht sie noch nicht unique. Wäre da nicht ihr Rechtssystem, ihre Rechtsprechung. Wenn es in Gallifrey zu einem Rechtskonflikt kommt (und das passiert ständig), dann müssen Kläger und Ankläger in einer Zeitkapsel zum Ursprung ihres Konflikts reisen, also zu einer Reise in die Vergangenheit zu Lebenszeiten. Das Ich-Bewusstsein ist dann doppelt dort und kämpft um Herrschaft und Knechtschaft, um seine Vormachtstellung als Selbstbewusstsein. Wenn der Angeklagte schuldig ist, dann blickt er in seine eigene Schuld … ein unerträglicher Anblick. Man kann einem anderen verzeihen, doch sich selbst nie. Liegt der Kläger falsch, so ist es eine unberechtigte Beschuldigung … der Kläger wird mit der Schuld beladen und blickt auf seine Schuld – auch unerträglich. Einer von beiden wird also definitiv mit der Schuld beladen und jener der den „Prozess“ beendet gesteht seine Schuld ein. Deshalb sind sie bestrebt, mit der Kraft ihrer Gedanken, den Prozess zu wenden. Zuerst ist vergleichbar mit einer einfachen Psychose. Das Ich will sein Ich beschützten … ob im Recht oder nicht. Dann kommen immer mehr Gedanken dazu. Tausende und Abertausende in der Minute. Die Zeit wandelt sich zur subjektiven Ewigkeit. Verdammt ewig zu denken. In so einem Prozess wirken Erkenntnisse aus Philosophie, Religion, Ethik und Juristerei auf beide ein. Die schier unendlich vielen Gedanken beginnen zu schmerzen. In 10 Minuten zum Doktortitel. Und alles nur, weil das Ich-Bewusstsein zwei mal in einer Realität ist, weil es gespalten ist und gegen sich selbst kämpft. Timelords stellen sich diesem Kampf der Gedanken – und am Ende eines Prozess ist unklar ob es der Schuldige ist, der den Prozess verliert oder der bessere Denker, jener ist der den Prozess gewinnt. Auf jeden Fall ließ dieses Rechtssystem die Timelords reifen – es machte sie weise und trainierte sie in der Macht des Denkens. Ach ja … vorne im Text war die Rede von der Schwierigkeit der Gegenwart. Dieses „Später dann“ ist jetzt geworden.

Das Problem der Gegenwart oder den Sinn der Erde

Um durch die Zeit zu reisen benötigt man eine Gegenwart. Denn es sind immer temporale Einheiten, plus oder minus, die vom jetzt in die Zukunft oder Vergangenheit führen. Die Gallifrey Zeit verlor seine Eignung zur universalen Normzeit. Die Timelords konnten auch die Intersubjektivität von Zeitempfinden verändern. Glückseligkeit über Jahre prolongieren oder eine schwere Krankheit in Sekunden verklingen lassen – gefühlte subjektive Zeit. Im Universum wurde der Ruf lauter, dass die Timelords ihre absolute Macht über Zeit und Gegenwart objektiveren sollen. Und sie taten es – auch allein aus Eigeninteresse heraus. Deshalb suchten sie ein frei-zugängliches temporal-repetierendes Bewegungsmodell und sie wurden in der Milchstraße fündig. Eine Sonne mit 8 Planeten und einigen Monden. Mit der Zeit wird auch dieses Sonnensystem in sich zusammen fallen, aber bis es einmal so weit ist, kann es perfekt als Kosmische Uhr des Universums seine Arbeit tun. Die Plantenkonstellation um die Sonne herum eignete sich hervorragend um die Jetzt-Zeit auf ein Millionstel einer Nano-Sekunde genau zu berechnen. Das gesamte Universum blickte ab diesen Moment auf unser Sonnensystem - aber zumindest nicht länger als es ein Mensch auf seine Armbanduhr tut. Manche im Universum waren total vernarrt in unser Sonnensystem – für die meisten jedoch hatte es nur eine Funktion … nämlich die Zeit anzuzeigen.

Jetzt wollte man das Problem der Intersubjektivität von Zeit bekämpfen. Eine affenartige Rasse auf dem Planten Erde eignete sich hervorragend dafür. Sie fielen auf, weil sie Stunden in ein offenes Feuer starren konnten. Für die Timelords war es sofort klar, dass genau diese Fähigkeit sie zum perfekten Anwärter für den Job machte – für den Auftrag: Protokolliert die Zeit. Im Anfang blickten sie auf die Sonne und gaben Geräusche von sich, wenn sie an einem bestimmten Platz im Firmament war. Dann saßen sie am Flussufer und starrten in die ständige Bewegung des Flusses. Wenn sie einen Stock hinein warfen, dann wanderte er an ihnen vorbei. Ein anderer nahm diesen Stock und steckte ihn in die Erde … sie sahen, wie sich der Schatten bewegte. Ihre Werkzeuge und Fähigkeiten wurden immer besser … wir kennen die Evolution des Menschen – vom Affen zum Briten. Religionen entstanden und mit ihnen Kalender und Uhrzeit. Lange glaubten sie, die exakte Uhrzeit über die Sonne zu erfahren. Da lagen sie aber komplett falsch, doch für das reine Protokollieren von Zeitereignissen spielt die Nachkommastelle des Sekundenzeigers eine untergeordnete Rolle. Es wurde alles immer raffinierter … immer Umfangreicher, denn ein Reisen durch die Zeit benötigt Präzision. Juden, Christen und Moslems hatten unterschiedliche Vorstellungen vom Jahr Null. Zeitzonen wurden geschaffen und im Zentrum davon: Greenwich. Greenwich, London wurde zum Zentrum der Zeitmessung und Protokollierung im Universum. Der UNIX-Timestamp zählt die Sekunden vom 01. Jänner 1970 und die Menschen protokollierten fleißig um die Intersubjektivität zu beseitigen. Der Glaube der Menschen an die Zeit reduzierte das subjektive Empfinden enorm. 12:30 Uhr, Meeting im Raum B. 17.40 Uhr Abendessen bei Johnsons. 24. Dez. - Weihnachten, 01. Jänner – Silvester, 2081 Sonnenfinsternis. Jeder Mensch hatte seine Aufgabe und diese war oft schon in einer Sekunde am Tag erledigt. Jene mit Uhren am Handgelenk blickten darauf … jene ohne fragen die mit Uhren wie spät es ist. Wenn ein Timelord zur Erde kam, dann waren für ihn alle Menschen gleich. Gleich wichtig und niemand unwichtig. Jeder hatte seine Aufgabe. Doch weil die Aufgabe nicht viel Zeit vom Tag abverlangte, mussten sich die Menschen anders beschäftigen. Schauspiel, Philosophie, Handwerk … alles was einen Menschen so ausmacht. Manch ein Timelord war begeistert davon, andere ließ es kalt. Die Götter wurden zu unsterblichen Menschen und die Menschen zu sterblichen Göttern. Jene Timelords, die diese Philosophie verfolgten waren über eine Eigenschaft des Menschen besonders fasziniert: Nämlich, dass jeder Mensch ein Individuum ist.

Der Doctor auf Erden und das Ende von Gallifrey und Skaro

Es war der große Krieg zwischen den beiden mächtigsten Zivilisationen im Universum. Dabei konnte man nicht sagen, dass es ein Kampf „Gut gegen Böse“ ist. Die Timelords hatten viele Feinde im Universums … berechtigt oder nicht berechtigt sei dahingestellt. So manches Volk sah in der Zeit selbst das Übel und alles Böse in sich vereinende – die Timelords aber waren die Hüter alles Wissens um die Zeit welches die Quelle ihrer Macht wurde. Darüber hinaus meinten sie aufgrund ihres Rechtssystem die höchste Instanz von Gerechtigkeit zu sein. Aus dieser Überheblichkeit heraus gebarten sie sich als Richter für das ganze Universum. Klagten fremde Völker und Zivilisationen an, paktierten mit Genozid-Betreibern, kolonialisierten Galaxien und beuteten sie aus. Die Daleks unterjochten ebenfalls unzählige Planeten welche sie unter ihre Verwaltung stellten. Das mit einer Gefühlskälte und einer Persönlichkeitsausstrahlung die jeden in ihrer Nähe paralysiert. Wenn sie jemanden eliminierten, dann verwunderte sie, dass sie keinen Dank dafür ernteten. In ihrer Vorstellung ist ein Mord ein Befreiungsakt für das mindere Subjekt und wenn man in einmal in einer Dalek-Folterkammer war, dann stimmte es sogar. Auch jene die für „wissenschaftliche Untersuchungen“ ausgewählt wurden, bevorzugten schon bald den Tod als das Leid weiter ertragen zu müssen. Die Daleks stahlen auch Timelord-Kinder aus Gallifrey. Sie dienten als „anatomische Forschungsobjekte“ – die Daleks wollten alles über ihren Erzfeind wissen. Die Kinder überlebten die Experimente, trotz Regeneration, nicht. Nur einer starb nicht. Er war für ein „Langzeit-Forschungs-Projekt“ geplant. Weit über 300 Jahre wurde er beobachtet und musste körperliche und psychische Qualen über sich ergehen lassen. Viel schlimmer aber war, dass er keinen Kontakt zu anderen Timelords hatte … nur zu „Dalek-Doktoren“ welche die Forschungen betrieben. Er wird sich später selbst den Namen und Titel „Master“ geben. In ihrer Tintenfisch-ähnlichen Form waren sie schwach und körperlich allen unterlegen. Ein britischer Arbeiterstiefel hätte schon gereicht um sie zu töten. Deshalb ummantelten sie sich mit einem Panzer aus nahezu unzerstörbaren Metall. Um den Panzer herum schwebt ein blaues Optikum. Dieses konnten sie bis zu 10.000 mal x Kilometer weit fliegen lassen um sich ein „Bild“ von der Situation dort zu machen. Die Geschwindigkeit war zwischen atemberaubend und Lichtgeschwindigkeit. Sie konnten das Optikum auch als primitive Waffe gegen Materie einsetzen. Wegen der hohen Geschwindigkeit und dem harten Material ist es durchaus in der Lage einen Kampfjet vom Himmel zu holen. Vom Panzer weg ragt eine Interaktionsschnittstelle die eine „Kommunikation und Interaktion“ mit der Außenwelt ermöglichte. z. B. Gerüche aufnehmen, Gehirnaktivitäten messen, Materieanalyse usw. Eine winzige, stecknadelkopfgroße Öffnung versorgt die Daleks mit Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Kohlenstoff, die sie für die Energiegewinnung und für die Atmung brauchen. Mit Giftgas konnte man sie nicht bekämpfen – der Dalek-Panzer hat ein undurchdringbares Filtersystem. Ansonsten ist der Panzer völlig hermetisch und undurchdringbar. Die Sontaraner hatten eine PhasenFaktor-Waffe, nicht viel größer als ein Sturmgewehr, welche dem Dalek-Panzer Schaden zufügen konnte. Nur dauert es 4 Stunden zwischen jedem Schuss um die Waffe aufzuladen. Seitlich montiert aber auch frei schwebend findet man die Bewaffnung eines Dalek. Zwei Modifikationen. Zum einen gibt es einen Atomabwandler, der die Wertigkeit von Atomen, wie z. B. Sauerstoff erhöhen oder vermindern kann. Wird ein Mensch von dieser Waffe getroffen, dann lösen sie die Wasserstoffatome ab und entfachen sich sofort. Der Mensch explodiert. In die andere Richtung nimmt das höherwertige Sauerstoff Wasserstoff-Atome aus der Umwelt auf und der Körper implodiert. In beiden Fällen: absolut tödlich. Und dabei ist es nicht die schreckliche Waffe. Der Atomabwandler wirkt nur auf Materie (organisch und anorganisch) und diese ist reproduzierbar, heilbar. Die zweite Modifikation ist ein Psychodesintegrator. Dieser wirkt nur auf organische Wesen mit Bewusstsein – also der Fähigkeit zu denken. Wird man davon getroffen, dann löst eine elektromagnetische Kaskade eine totale Veränderung der Synapsen im Hirn (bzw. im Denkorgan) aus. In der ersten Phase bekommt man religiöse und andere Allmachtswahnvorstellungen. Man meint Gott zu sehen, man meint alles zu wissen, was es zu wissen gibt. Man sieht das „gute Licht“ und eine Öffnung zum Paradies und vieles mehr, was im Getroffenen den fixen Wunsch weckt zu sterben. Unweigerlich sackt man zusammen und liegt wie gelähmt am Boden und blickt hinauf zum Himmel. Der Impuls ist so stark, das der Wille zu Sterben so groß ist um selbst sein „Bewusstsein zu töten“. Psychischer Suizid. Ist der Überlebenswille dennoch stark genug um die Phase eins zu überwinden dann folgt Phase Zwei. Alles wandelt sich. Alles gewusste wird falsch. Alles Gedachte im Gegenteil. Totale Umkehr von Einstellungen und Prinzipien. Das absolute Gefühl der Nichtigkeit – der Getroffene in Phase Zwei fühlt größten Hass gegen sich selbst, er verliert total den Sinn weiter zu leben. Menschen die es bis in Phase zwei schafften, bissen sich die Zunge ab, rissen sich mit bloßer Hand die Schlagadern auf. Das Großhirn und der Hirnstamm stoppen die autonome Atmung wegen der Absurdität in ihren Gedanken. Der kognitive Schaden ist unbeschreiblich. Würde man ihn wiederbeleben … durch erste Hilfe, dann dauert es mind. 60 Jahre täglich 18 Stunden Therapie bis er wieder alleine seine Schuhbänder schnüren kann. Überlebt man Phase zwei wegen einem extremen Überlebenswillen und einer enormen Denkfähigkeit (man berichtete, dass es einigen wenigen Timelords gelungen sei), dann wirken alle bekannten Psychischen Erkrankungen die es gibt, auf das Bewusstsein ein. Im Hirn wiederholt sich nur der Satz „Ich will sterben!“ sonst nichts anderes. Jeder noch so kleine Impuls von außen, z. B. eine gesprochene Silbe, Licht oder ein Geruch löst sofort eine der manifestierten psychischen Erkrankungen aus. Ein kleines Geräusch und schon hat man eine bipolare Depression. Das Blinken vom Smartphone zündet eine schizoaffektive Psychose aus usw. Den einzigen Trost den es noch gibt, ist in die Gedanken-Schleife „Ich will sterben!“ zu sein. In Phase Drei spielt es auch keine Rolle mehr ob der Körper weiter lebt. Das Grauen wird zum ewigen Leiden. Das Bewusstsein will und kann nicht mehr sein. Einige nennen diese Waffe (zurecht) den „Seelentöter“.

Apokalyptische Waffen gab es viele im Universum. Waffen die ganze Planeten vernichten konnten. Das Problem bei den meisten Massenvernichtungswaffen, war der Kollateralschaden. Sprengt man z. B. den Zwerkplaneten Pluto so rasen Unmengen Kometen aus den Trümmern durch das Sonnensystem und schlagen überall mit der Sprengkraft von 1000ten Atombomben ein. Zivilisationen die über das technische Wissen um solche Waffen verfügten, waren glücklicherweise auch Ethisch hochentwickelt, so dass der Einsatz solcher Apokalyptischen Waffen sehr selten im Universum passierten. Selbst die Dalek hatten eine hochentwickelte Ethik so wie auch die Timelords welche aber eine Weltenvernichtswaffe besaßen, die sich im Graubereich der Ethik befand und die alle Bedenken schlussendlich auf einen einzigen Timelord übertrugen. Es war ein subatomarer Atmosphäreassimilator, ein Virus (kleiner als ein Wasserstoffatom) mit dem klingenden Namen „Chronora“. Und so funktioniert er: Der Virus wird auf einem Planten freigesetzt und zugleich aktiviert. Er analysiert die Atmosphäre des Planten und mutiert so, dass er für alle Lebewesen die zur Atmosphäre gehörten, tödlich war. Mit einem Mutationshemmungsstrahl (bei 5.6 ^ 17 Petaherz) stoppt man die Mutation und aktiviert die Reproduktion. In wenigen Sekunden ist der gesamte Planet kontaminiert und tötet eben alle Lebenwesen darauf. Er verbreitet sich dann in der zum kontaminierten Planten gehörigen Galaxie … und später sogar im gesamten Universum. Würde man den Virus auf der Erde freisetzten, so tötet er einen Menschen in 8 Minuten, einen Hund in 4 und einen Walfisch (subatomare Viren wirken auch unter Wasser) in 14 Minuten. Ganz sicher eliminiert er alle Mensch und alle Erdatmosphärischen Lebewesen im gesamten Universum … es ist nur eine Frage der Zeit. Für andere Lebewesen (z. B. Sorotaner) ist der gehemmte Virus ungefährlich. Nach einer Halbwertszeit von 1000 Jahren verschwindet der Virus gänzlich. Um den Virus erstmalig zu aktivieren, muss er in einem Wirtslebewesen sein.

Und so verwendeten die Timelords diesen Virus: Er wurde in der Atmosphäe von Gallifrey freigesetzt so das jeder Timelord den Virus einatmten musste. Alle, auch Frauen und Kinder. Der Virus wird aus einer fernen Galaxie aktiviert und war dann tötlich für alle Lebenwesen von Gallifrey. Timelords konnten wegen ihrer Regenerationsfähigkeit und ihrer Körperlichen Struktur mit dem aktiven Virus 8 Stunden überleben. Im Anschluss mussten sie nur mehr mit einem Raumschiff nach Skaro fliegen, einmal ein- und einmal ausatmen und schon war der Virus in der Atmosphäre von Skaro freigesetzt. Dieser mutiert sofort und war dann tötlich für alle Dalek, eine Hand voll Mikroben und ein paar Nagetierlebewesen, sowie eine kleine Menge von Insekten die in der Atmosphäre von Skaro lebten. Dann musste der Mutationshemmungsstrahl abgefeuert werden … der Virus reproduziert sich in Sekundenschnelle und mutierte nicht mehr. Die letzte Permutation war auf die Dalek eingestellt. Und alle Dalek und die wenigen Skaro-Lebewesen im Universum sterben. Aber auch alle Timelords die als Wirt, als lebende Petrischale fungierten, mussten sterben. Bis natürlich auf einen, der den Virus von weit fern aktivieren und später die Mutationshemmung einleiten musste. Er wird es dann auch sein, der die ethische Last zu tragen hat. Die Bürde, verantwortlich für den Untergang zweier Zivilistation zu sein, die vielen Toten, besonders die toten Frauen und Kinder. Der Lohn: er darf leben – der Preis: ewige Einsamkeit. Bisher ist alles theoretisch sehr einfach aber in der Praxis wurde diese Waffe in der heißesten Phase des Krieges Dalek gegen Timelords entfacht. Die Dalek belagerten Gallifrey … und nur allein mit einem Raumschiff die Belagerung durchbrechen war schon schwierig genug. Dann mussten sie die Reise bis Skaro überleben und schließlich wird Skaro selbst nur sehr stark verteidigt. Hochpotente Boden-Luft-Kanonen … Daleks in ihrem fliegenden Panzer mit ihren Atomabwandler als Bewaffnung die jedes Raumschiff zerstören konnten und viele Waffengatungen mehr. Die Militärstrategen von Gallifrey errechneten eine 80 % Chance, dass es ein Timelord mit dem Virus in sich in die Atmosphäre von von Skaro schafften. Aber es gab auch zahlreiche Szenarien, in dem die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg bei 0 % lag. Deshalb musste jede und jeder Timelord dieses Gegenschlagsreise antreten. Waren mehrere Timelords in einem Raumschiff, so konnten sie ihre Regenerationskräfte bündeln und den Virustot hinauszögern. Im Moment, wo die Timelordschiffe starteten, wurden alle Gebäude und Technologien zerstört. Alles Wissen vernichtet. Der Planet unbrauchbar, eine Sandwüste, verbrannte Erde. Niemand, und schon gar nicht die Dalek durften über die Technologien der Timelords verfügen. Mit der Zerstörung der Anlagen wurde auch für immer Zeitreisen unmöglich. Die Timelords glaubten, dass nach einer Ewigkeit (solange es danach noch die Zeit gibt), sie wieder geboren werden. Dennoch speicherten sie ihr gesamtes Wissen in einer Tardis die mit einem Timelord zur Erde entsandt wurde. Dieser Timelord bekam drei Aufträge: 1. Aktiviere den Virus, 2. Hemme den Virus im richtigen Moment und 3. bewahre und beschütze die Zeit über eine Ewigkeit hinweg. Zwei Eigenschaften musste dieser Timelord besitzen. Zum einen musste er überragend clever zum anderen sehr schnell sein. Er, der sich selbst den Doctor nannte, wurde schnell gefunden. Weil er ständig in einem Rechtsstreit war, wurde er wegen der Unmengen an Gedanken und Erkenntnissen zum cleversten Timelord unter allen. Weil Laufen seine Leidenschaft war, wurde er schnell … sehr schnell. Los in die Tardis und ab zur Erde!

Die Tardis

Innen größer als außen? Selbstverständlich nicht. Die Eingangstür, das Tardisportal, konnte organische und anorganische Materie durch Atomabstandskompression bzw. -erweiterung verkleinern bzw. vergrößern wenn man es durchschritt. Dabei werden Abstände der Atompaare verkürzt und so wurde man um das 10fache kleiner wenn man die Tardis betritt. In Wahrheit war eine Person mit 1m 70cm nur mehr 17cm groß. Weil es in einem Bruchteil einer Nanosekunde passiert, und sich für einen Menschen so anfühlt, als würde er kurz seine Muskeln anspannen, wird die eigene Veränderung nicht wahrgenommen. Die Menschen sind immer verblüfft, wie so viel Zeug in so eine kleine Polizeinotrufzelle passt. Das Tardisportal kann nun vergrößern und verkleinern … es ist auch Nützlich, wenn man auf fremden Planten landet. Man fällt nicht sofort auf zwischen Lebewesen die nur 30 cm oder vielleicht 5 Meter hoch sind.

Die Tardis hat 10 Stockwerke. Im Parterre die Brücke und die Steuerungskonsolen. Kreisrund in der Mitte strahlt ein hellblaues Licht in einem konischen Trägerbehältnis bis hinauf in den 10. Stock. Dort befindet sich die Technik. Darunter im 9. Stock die „Datenverarbeitung“. Dort ist das gesamte Timelordwissen gespeichert. Dieses umfasst auch ein umfangreiches Wissen über das gesamte Universum. Dann folgen Stockwerke mit Energielager, Lagerflächen für ausländische Artefakte, Schlafkajüten, Gemeinschaftsräume (mit Sofas und so Zeug) usw.

Weil die Tardis nicht nur durch Raum und Zeit reisen kann, sondern vielmehr eine fliegende Festplatte mit den geheimsten Wissen der Timelords ist, musste sie auch sehr gut beschützt werden.

Erstens: Die Hülle der Tardis ist undurchdringbar. Resistent gegen alle Einflüsse von Außen, ob das nun Temperaturen, Laser, Druck oder physische Einwirkung ist – egal. Die Hülle besteht aus einer Legierung seltesten Elemente im Universum. Ein Quadratzentimeter davon kostet ca. das gesamte Tagesbruttosozialprodukt welcher auf der Erde erwirtschaftet wird. Nichts und niemand, was nicht explizit autorisiert ist, kommt in die Tardis hinein und auch hinaus.

Zweitens: Sie muss unauffällig sein. Deshalb entschieden die Konstrukteure sich für die äußerliche Form einer britischen Polizeinotrufzelle, schließlich wird der Doctor sehr viel Zeit in London/Greenwich verbringen. Die Polizeinotrufzelle ist unauffällig und zufällig gleich groß wie die Tardis selbst. Die Holzoptik und -haptik ist konstruiert … natürlich besteht sie außen nicht aus Holz. Wichtig ist, dass die Tardis auf keinen Fall bewaffnet sein darf, bzw. Waffen mit sich zu führen. Außerirdische Scanner würden es sofort bemerken, wenn ein bewaffnetes „Raumschiff“ in der Nähe so herumschwirrt. Aber unbewaffnet sieht die Tardis auf „dem Radar“ aus wie eine gewöhnliche interstellare Lieferdrohne – niemals wie eine Bedrohung.

Drittens: Sie ist schnell … sehr schnell. Außerdem erreicht sie jeden Punkt im Universum während der aktuellen Normzeit.

Viertens: Sie wurde mit einer Basis Zeitmaschine ausgestattet. Es gelten die gleichen Gesetze: In die Zukunft reisen, jederzeit. In die Vergangenheit nur in einer temporalen Parallelrealität. Per Knopfdruck sofort zurück in die Normzeit. Sonst, dauert die Berechnung einer Zeitreise drei Tage – egal wohin. Sie kann auch nur im Erden-Sonnensystem zeitreisen. Außerhalb des Sonnensystems ist eine Zeitreise nicht möglich … dazu hat die Tardis zu wenig Energie und Ausstattung. Die Zeitreiseeinrichtungen von Gallifrey waren um das 1000fache größer als die Tardis und verfügte über praktisch unendlich viel Energie. Diese wurden aber im großen Krieg gegen die Dalek geopfert, zerstört.

Der Doctor im großen Krieg

Er reiste mit der Tardis in die Innenstadt von London – in jenem Sonnensystem das als Anzeiger für die univerelle Normzeit gilt. Die Menschen um ihn herum spazierten vorbei ohne auch nur zu Ahnen was in dieser „Notrufzelle“ passiert. Er bekam von Gallifrey den Befehl den Virus (Chronora) zu aktivieren. Dafür bekam er 10 Normminuten Zeit. In dieser Zeitspanne haderte er mit sich selbst – bis hin zu Zweifeln, ob das Alles nur eine List der Dalek ist um sein eigenes Volk zu töten. Er aktivierte den Virus und setzte sich vor 4 Bildschirmen. Dort war die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg in Prozent angezeigt. Am Anfang 80 % - von Minute zu Minute immer weniger, je mehr strategisch wichtige Timelord-Raumschiffe abgefangen werden. Selbstverständlich schafft es ein Timelord-Schiff in die Atmosphäre von Skaro und der Pilot setzte durch einen Atemzug den Virus frei. Der Doctor initiert die Mutations-Hemmung und startet damit die Reproduktion. Die Daleks waren besiegt. Unmittelbar bekam er die Kriegsstatistik auf seine Monitore. So und so viele tote Männer, tote Frauen und tote Kinder. Auf beiden Seiten. Kein Grund zur Freude über den Sieg. Stattdessen wurde ihm klar, dass er sehr lange einsam sein wird. Er fasst sich … öffnet das Tardisportal, geht hinaus und atmete tief Ein und wieder Aus. Er sagt: „Ahhh – London“ und lächelte. Eine vorbeikommende Frau sah das Lächeln des Doctors und wollte es erwidern. Sie lächelte ebenso, blickte aber in seine Augen und sah dort unerträgliches Leid. Ihr lächeln verschwand und sie ging leicht gebeugt weiter ihren Weg.

Die Ausrüstung des Doctors

Kleidung: Er trägt einen beigen Zweiteiler der aussieht wie ein schlichter Jogginganzug. Die Innere Schicht ist verstärkt und kann sogar Pistolenkugeln abwehren. Sie hat eine Temperaturregulation, sodass der Doctor immer in angenehmen 26 °Celsius unterwegs ist – egal wie hoch die Außentemperatur ist. Die Innenschicht ist auch ein BIO-Sensor und ermittelt Körperbezogene Daten. Die außere Schicht besteht aus einem gedankenmanipuliernden Stoff/Material. Die Tardis kann bei durchschreiten des Tardisportal die Kleidung anpassen, wie man sie möchte. Er ist also immer gut und richtig gekleidet (passend zu Ort und Zeit). Der Zweiteiler trägt sich so angenehm leicht wie ein Jogginganzug.

Gedankenmanipulierendes Papier (Psycho Paper): Ist in Leder gebunden und kann jede Form von Ausweis oder Schriftstück simulieren. Zusätzlich auch alle gängigen Plastikkarten (egal ob Ausweis oder Creditkarte). Die Tardis kann Datenbanken in der gelandeten Realität so ändern, das das Papier auch einer Prüfung standhält (valide ist).

Schallschraubenzieher: Hat 17.576.000 Modi. Vom einfachen Kreuzschraubenzieher bis hin zum Interstelar-Partikel-Konstruktor. Der Betriebsmodi wird über eine Kombination aus max. drei Buchstaben und max. drei Zahlen (z. B. KER173, oder PO5). Zusätzlich kann eine Feinjustierung in der Nachkommastelle definiert werden. z. B. TE434 Punkt 312. Der Modus muss in den „Schallschraubenzieher“ gesprochen werden! Der Doctor kennt die 250.000 wichtigsten Modi auswendig.

Die Brille: Die Tardis sendet gewünschte und hilfreiche Informationen an die Brille. Von Außen sieht die Brille dabei aus wie eine herkömmliche Brille. Einfärben der Brillengläser außen und innen ist jederzeit möglich. Sie hat nahezu alle optischen Messgeräte – z. B. Nachtsicht, Weit- und Fernsicht (10.000 Fache Vergrößerung), Mikroskop (atomare Ebene), kosmische Hintergrundstrahlung usw. Töne werden über die Bügel an das Innenohr übertragen (lautlos für andere). Zeigt im Display den Ort und die Zeit der Tardis (Navi). Kann Hologramme projezieren.

Das Barett: Sieht aus, wie ein herkömmliches Militärbarett – Standardfarbe: Beige (gleich wie sein Kleidung). Das Barett erlaubt Gedankensteuerung seiner Brille, den Schallschraubenzieher, dem Gedankenpapier und der Tardis. Es schützt vor telepatischer Fremdeinwirkung. Wenn der Doctor stark nachdenken muss, färbt sich das Barett Schwarz und stimuliert jene Hirnregionen die für Assoziation und Kognition zuständig sind. Gleichzeitig hemmt es Emotionen. Wenn der Doctor kämpferisch oder wütend ist, färbt sich das Barett Rot (gleiche Farbe wie ein UNIT-Soldat-Barett), Kognition wird dabei gehemmt um körperlich volle Leistung zu bringen. Stimulierung jener Regionen im Hirn die für Kampf und Flucht verantwortlich sind. Das Barett kann jede gewünschte Emotion simulieren …

Thomas Maier
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